„Für mich war das nur noch peinlich“

Handball-Verbandsliga Ost: Schwaaner SV kassiert beim Bad Doberaner SV II eine 18:33-Klatsche

Robert Grabowski Schwaan - Bützower Zeitung - 03.02.2020:

Heftiger Rückschlag für den Schwaaner SV: In der Handball-Verbandsliga Ost verloren die SSV-Männer beim Bad Doberaner SV II mit 18:33 und rutschten in der Tabelle vorläufig auf den dritten Tabellenplatz ab. Den Staffelsieg haben sie nun auch nicht mehr in der eigenen Hand. „Ich kann das Spiel kaum in Worte fassen.

Wir sind mächtig enttäuscht“, sagt ein spürbar geknickter Torsten Schefuß vom Schwaaner Trainer-Team.

Doch wie konnte es soweit kommen? Den Schwaanern war im Vorfeld schon klar, dass ihnen eine Herkulesaufgabe bevorsteht. „Wir haben zu Beginn der zweiten Halbserie gesagt, dass die schweren Spiele noch kommen. Und da gehört Bad Doberan dazu. Für mich ist das eine starke Mannschaft, und das hat sie auch bewiesen“, ließ sich Torsten Schefuß nicht vom fünften Tabellenplatz des Gegners blenden. Die MV-Liga-Reserve war von Anfang an bissig, wollte sich auch für die deutliche 18:38-Hinspielschlappe revanchieren. In den ersten zehn Minuten konnten die Schwaaner noch standhalten (5:4), doch dann bestimmten die Bad Doberaner das geschehen. Sie zogen auf 11:4 davon und waren in der Folge nicht mehr einzuholen. Schon zu diesem Zeitpunkt bahnte sich ein Debakel an. Bis zur Pause schaffte es der SSV aber dennoch, den Rückstand etwas zu verkürzen (16:11).

Ab der 39. Minute war dann aber Schicht im Schacht für die Gäste. Von da an gelangen ihnen nur noch drei eigene Treffer, während der DSV 13-mal traf. „Für mich war das einfach nur noch peinlich. Die Mannschaft hat sich aufgegeben. In solchen Situationen muss das Team zusammen stehen und das Spiel sauber runterspielen“, sagt Torsten Schefuß. Stattdessen ließen die Schwaaner jeglichen Biss vermissen, agierten nur bei 50 bis 60 Prozent, so der SSV-Trainer. „Doberan hat gezeigt, wer der Chef ist und auch in der Höhe verdient gewonnen“, sagt Schefuß.

Trotzdem holt der 48-Jährige nicht zum Rundumschlag aus, zollt der jungen Schwaaner Mannschaft eher Respekt für das bisher Erreichte. „Wir haben eine junge, neuformierte Truppe. Vor der Saison hat doch kaum jemand damit gerechnet, dass wir soweit oben stehen. Nach Sonnenschein kommt auch mal wieder Regen. Das ist jetzt eine neue Situation für die Jungs“, sagt Schefuß. Auch aufgrund der Unerfahrenheit habe er immer davor gewarnt, von der Meisterschaft zu sprechen. Ein weiterer Grund, warum den Schwaanern noch die nötige Konstanz fehlt, ist die Verletztenmisere. „Unser dünner Kader fällt uns jetzt auf die Füße“, erklärt Schefuß. Insofern tut der SSV gut daran, nicht mehr vom Staffelsieg zu träumen, sondern von Spiel zu Spiel zu denken. „Jetzt heißt es, Mund abwischen und nach vorne gucken. Die Jungs sollen die Wunden lecken und dann im nächsten Spiel wieder voll angreifen“, sagt Schefuß und steckt den Kopf trotz der deutlichen Niederlage nicht in den Sand. „Der Spaß hat bei uns Vorrang“, macht der Trainer seinem Team trotz allen Ehrgeizes keine Vorwürfe, dass es zu diesem Rückschlag gekommen ist.

Schwaaner SV: Bastian Grünwald – Arne König, Marcel Frieser, Lennart Nixdorf, Nils Peters, Ben Zimmer (1), Jean Gruszka (1), Lukas Ziegler (2), Thies Hildebrandt (5), Hanjo Martens, Paul Schefuß (4/2), Steffen Strube (5/1)

 

BILD: Bruchlandung für den Schwaaner SV: Steffen Strube (oben) verlor mit dem SSV in Bad Doberan 18:33. Anja Ott

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