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B-Jugend beendet „Penzlin-Woche“ mit zwei Siegen

Gleich zweimal innerhalb von nur 7 Tagen konnte sich unsere männliche B-Jugend mit exakt 24:20 gegen die A-Jugend* des VfB 93 Penzlin durchsetzen. Eine Spielverlegung aus dem Herbst machte diese eher ungewöhnliche Ansetzung möglich. So bot sich die interessante Chance für einen direkten Vergleich unter unterschiedlichen Vorzeichen.


Einmal musste Penzlin fahren und mit Haftmittel spielen. Kurz darauf hatte Schwaan eine 90 minütige Anreise und musste sich ohne Backe durchbeißen.

Auch wenn die Ergebnisse einen ähnlichen Spielverlauf vermuten lassen, sahen Fans und Trainer zwei vollkommen unterschiedliche Partien. Beim ersten Aufeinandertreffen in heimischer Halle zeigten sich unsere Jungs klar überlegen. Das Schwaaner Team tat sich zunächst schwer und lange Zeit fielen wenig Tore auf beiden Seiten. Nach und nach kämpften sich unsere Jungs dann doch ins Spiel und hatten es bis zum Ende klar unter Kontrolle. So konnte die Führung zwischendurch auf 8 Tore ausgebaut werden. Das gab Zeit zum Ausprobieren ohne den Sieg in Gefahr zu bringen. „Wir konnten uns auf allen Positionen behaupten“, resümierte Schwaan Coach Christian Beyer, der am Ende zufrieden mit seiner Mannschaft sein konnte.

Beim Rückspiel in Penzlin wollte sich diese Zufriedenheit lange nicht einstellen. Ähnlich hektisch wie im Hinspiel fanden beide Teams nur schrittweise in die Partie. Viele technische Fehler und überhastete Torabschlüsse machten Schwaan und den Gastgebern lange Zeit zu schaffen. Schwaan gelang bis zur Pause lediglich ein wackliger 2-Tore Vorsprung.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit agierte Penzlin etwas stärker und konnte in zwischenzeitlicher Überzahl den Rückstand bis zur 42. Minute sogar in einen 1-Tore-Vorsprung umwandeln. Grund war neben allen spielerischen Defiziten, dass die Spielleitung nicht ganz ausgewogen auftrat. Viel zu oft ließ sich der ansonsten sehr besonnen agierende Unparteiische davon beeinflussen, dass die Penzliner Spieler bei und vor jedem Körperkontakt stöhnten, als wären sie nicht regelgerecht angepackt wurden. Entsprechend einseitig war die Verteilung der Hinausstellungen (Penzlin 0/Schwaan 4) und Strafwürfe (Penzlin 7/Schwaan 3). An der Seite hatte Coach Christian Beyer deshalb zeitweise nur damit zu tun, seinen Spielern den Frust auszureden. Schwaan drohte in dieser Phase das Spiel aus der Hand zu verlieren. Doch plötzlich keimte Hoffnung, weil Torhüter Ben Prochnow in den letzten Minuten zur Hochform auflief. Ob von 7 Metern, von außen oder frei durch, Penzlin scheiterte mehrfach kurz hintereinander am Schwaaner Hintermann. Und das beflügelte das gesamte Team. Urplötzlich stand die Abwehr gut sortiert und unterband auf allen Positionen die Durchbrüche der beiden Penzliner Haupttorschützen. Jeder gehaltene Ball, jede Abwehraktion und jedes Tor wurde auf dem Feld, auf der Bank und auch von den Zuschauern frenetisch bejubelt. So aufgeputscht, gelang Schwaan auch vorne ein attraktives Handballspiel. Plötzlich gab es keine technischen Fehlern mehr. Die Entscheidungen zwischen dem gemeinschaftlichen Herausspielen eines Tores und dem Einsatz von Einzelaktionen waren gut überlegt und wurden klar strukturiert umgesetzt. Selbst in Unterzahl war Schwaan eindeutig überlegen. „Die Mentalität der letzten 8 Minuten und die besseren Alternativen auf der Bank waren heute spielentscheidend“ analysierte Schwaan-Trainer Beyer im Nachgang sichtlich erleichtert. „In dieser Phase konzentrierte sich endlich jeder nur auf das eigene Spiel und wir konnten auch mal aus dem Tor heraus Sicherheit gewinnen. Beide Torhüter haben sich heute super ergänzt. Trotzdem kann heute kein Spieler vom Platz gehen und von einer tollen Leistung sprechen. An den individuellen Fehlern wären wir wie so oft fast gescheitert“ zeigte sich unser B-Jugend-Coach am Ende nachdenklich, gab aber auch klar zu verstehen, dass sich seine Jungs „im Gegensatz zu vielen Spielen davor am Ende gegenseitig wieder aus dem Dreck gezogen haben. Und darauf bin ich stolz!“

*Der VfB 93 Penzlin hat nur eine im Spielbetrieb gemeldete Mannschaft. In dieser spielen auch einige wenige A-Jugendliche. Da der BHV-Ost keine A-Jugend-Bezirksliga hat, haben alle beteiligten Vereine zugestimmt, dass Penzlin am B-Jugend-Spielbetrieb teilnehmen darf.

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